Mit ihr begann alles: Die Lunge

Focus-multimedia gab das Thema als Unterrichtseinheit für das Fach Biologie in Auftrag. Wir sollten das Organ in seiner Funktionalität darstellen. Auch komplizierte Zusammenhänge sollten dabei eine Bild- und Sprachform finden, die für Schüler gut verständlich ist.

Die Lunge ist zum Atmen dar. Was ist Atmen? Warum atmen wir überhaupt? Diese bekannten „W“-Fragen halfen uns bei der Visualisierung der Lunge. Der Gasaustausch über die Kapillaren, welche die Lungenbläschen überziehen ist das Kernstück der Atmung. Schnell merkten wir, dass die typische dreidimensionale Darstellung bei den Schülern zu Verständnisproblemen führte. Schritt für Schritt reduzierten wir die sichtbaren Objekte und kamen dabei immer mehr zu einer schematischen Ansicht. Zu schematisch sollte es aber nicht werden, um die Kohärenz zu den restlichen Szenen zu wahren.

Der Kompromiss besteht jetzt aus einem sehr kleinen Ausschnitt, in welchem man die einströmenden und ausströmenden Gase beobachten kann. Ob die gewählte Frontalansicht die ultimo Ratio ist, darüber lässt sich streiten. Rückwirkend hätte ich eine zweite Einstellung von der Seite favorisiert. Aber Rückwirkend ist eben rückwirkend.

In den restlichen Einstellungen wollten wir den Schülern ein Gefühl für das Gewebe innerhalb der Lunge geben. In aufwändiger Arbeit produzierten wir also unzählige Alveolen, die an Bronchiolen „geheftet“ wurden. Die Bilder sind bei hhtp://www.fotolia.de eingestellt und finden dort regen Absatz. Sie sind zum einem ästhetisch sehr ansprechend, aber sie sind für den Laien auch höchst informativ und zeigen den inneren Aufbau der Lunge.

Ich habe unsere DVD und viele Einstellungen aus dem Film verschiedenen Lungenfachärzten gezeigt und habe eine durchweg positive Resonanz geerntet. Natürlich wird der Fachmann zahlreiche Unstimmigkeiten sehen, doch das Gesamtpaket ist medizinisch korrekt und für Kinder gut verständlich. Über 10.000 Abrufe auf YouTube sprechen für sich!