Diabetes: Die Betazelle
Kaum einer anderen Zelle wurde so viel Aufmerksamkeit zuteil, wie der ß-Zelle. Diese Zellen kommen in haufenförmigen Anordnungen im Gewebe der Bauchspeicheldrüse vor.
Obwohl die ß-Zellen nicht direkt zur Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gehören, nützen sie die optimale Durchblutung dieses Organs, um das Hormon Insulin ins Blut aus zu schütten. – Oder eben auch nicht.
Unsere nächsten Artikel werden die Vorgänge der Blutzuckerregulierung beleuchten. Sehr genau beleuchten und natürlich in 3D-Bilder packen.
Die Betazelle bildet das Zentrum dieses hormonellen Regelkreis. Sie sorgt dafür, dass die Nahrung, die wir aufnehmen und die über die Darmschleimhaut ins Blut aufgenommen wird, auch tatsächlich in die Zellen gelangt.
Glukose ist ein wasserlösliches Molekül und kann die lipidhaltige Membran der Zellen nicht durchdringen. Obwohl die Zellen über den Darm und anschließend die Blutgefäße mit Glukose versorgt werden, können sie den Brennstoff Glukose nicht aufnehmen. Sie würden also im wahrsten Sinne des Wortes verhungern und könnten ihre Aufgaben nicht mehr wahrnehmen (Diabetes!).
Die Betazellen schütten das Hormon Insulin aus. In diesem Artikel zeigen wir die Aktivierung der Betazelle. Woher weiß die Betazelle, wann sie das Insulin ausschütten muss? Und wie geschieht das?
Glukose erreicht die Betazelle
Wenn die Konzentration von Glukose im Blut ansteigt (nach einer Mahlzeit) dringen die Glukosemoleküle durch sogenannte GLUT2 Transporter in die Betazelle ein.
Betazelle außen 01
Betazelle außen 02
Betazelle innen 01
Betazelle innen 02
Dort bewirken sie, dass die Kaliumkanäle, die ständig Kalium aus der Zelle hinausbefördern deaktiviert werden.
Kaliumkanal
Kaliumkanal wird über ATP geschlossen. Rechts und links im Bild sind die Kalziumkanäle zu erkennen
Gleichzeitig dringen von außen ständig positiv geladene Kalzium Ionen durch die Kalziumkanäle nach innen. Irgendwann ist der Ladungsunterschied des Membranpotentials kurzzeitig bei 0.
Dadurch wandern die Zinkgebundenen Insulinhormone in Bläschen an die Zellmembran, wo sie mit der Membran verschmelzen und dabei die Hormone ausschütten.
Kategorie: Allgemein | 12 Kommentare »







am 12. Juni 2010 um 16:39 Uhr
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am 14. Juni 2010 um 16:28 Uhr
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am 11. Juli 2010 um 11:12 Uhr
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am 15. Juli 2010 um 15:57 Uhr
Wirklch sehr informativ! Werde aufjedenfall wieder kommen. Danke fuer den Beitrag.
Gruss
Andres
am 29. Juli 2010 um 16:09 Uhr
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am 31. Juli 2010 um 14:58 Uhr
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am 15. August 2010 um 12:03 Uhr
An sich ne gute Sache, ich frag mich nur, ob das auch dauerhaft brauchbar bleibt.
am 15. August 2010 um 23:28 Uhr
Irgend ne Ahnung wie sehr das verallgemeinerbar ist?
am 16. August 2010 um 01:51 Uhr
Ich merke gerade das ich diesen Blog deutlich ofter lesen sollte- da kommt man echt auf Ideen.
am 16. August 2010 um 08:54 Uhr
Inwiefern verallgemeinbar? oder dauerhaft brauchbar? Brauchbar insofern, dass die menschliche Physiologie sich nicht deutlich ändern wird.
am 16. August 2010 um 09:23 Uhr
Krass! Hatte ich garnicht gedacht…
am 12. August 2011 um 00:49 Uhr
toll genial…
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