Adrenalin – die Signalkette

Hat ein Hormon den Rezeptor aktiviert, beginnt auf der Zellinnenseite eine Abfolge von Aktionen. Man nennt das Signalkette.

Durch das Andocken des Adrenalins an einen G-Protein gekoppelten Rezeptor, verändert sich ein Teil des Rezeptors auf der Innenseite. So kann sich eine Untereinheit lösen und die Phosphoinositidase an der Zellmembran aktivieren. Dieses Enzym spaltet Inositoltriphosphat, kurz IP3, und Diacylglycerol von PIP2 ab.



Die IP3-Teilchen schwemmen jetzt in die Zelle. Dort treffen sie auf die labyrinthartigen Ausbuchtungen des Endoplasmatischen Reticulums, das überall in der Zelle zu finden ist.


Das ER hat kleine Kanäle, die ins Innere führen. Die IP3 Moleküle öffnen diese Kanäle und sofort sprudeln Kalziumionen in die Zelle.

Jetzt kommt noch ein Enzym ins Spiel. Es wird durch die Kalziumionen aktiviert und bewirkt in diesem Fall letztendlich, dass sich die Adern im Muskelgewebe weiten.

Dadurch wird der Muskel besser durchblutet und leistungsfähiger. Allerdings hat das Hormon in den verschiedenen Zellen die unterschiedlichsten Wirkungsweisen. So bewirkt es die Erweiterung der Bronchien, Bremsen der Verdauung, Herzschlagerhöhung, Reduktion der Schmerzempfindung…

Kategorie: Allgemein | Kommentieren »


Kommentar schreiben

Du musst angemeldet sein, um kommentieren zu können.