Archiv für April 2010


Pubertät

28. April 2010 - 08:41 Uhr

Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck an einem neuen, umfassenden Thema. Als kleine Zwischenmahlzeit hier zwei Filme aus unserer „Schulabteilung“:

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Arbeitsweise der Niere

19. April 2010 - 08:43 Uhr

Die Nieren sind hochkomplexe Organe, die den Wasserhaushalt des Körpers regeln und das Blut von harnpflichtigen Substanzen säubern. (u.a. Wasserstoff, Harnstoff, Harnsäure, Ammonium, Natrium, Chlorid)

Damit sie diese Aufgabe wirkungsvoll erfüllen können, werden sie über die Baucharterie bez Bauchvene mit Blut versorgt.

Die Blutgefäße bilden im Inneren der Niere eine kegelförmige Anordnung. Die intensivste Durchblutung erfährt das äußere Nierenmark. Die Blutgefäße versorgen einerseits das Nierengewebe, führen aber hauptsächlich in die Bowmanschen Kapseln, wo sie sich zu den Glomeruli verknäueln.

Spezielle Zellen, die Podozyten, bilden in der Kapsel ein feinmaschiges Netz, dass fast alle löslichen Blutbestandteile aus dem Blut heraus filtert. Das sind am Tag ca 180 Liter (bei Erwachsenen) Einzig einige Eiweiße und die roten Blutzellen verbleiben in den Glomeruli. Sie verlassen die Bowmansche Kapsel wieder über die abführende Arteriole entlang dem Tubulus.


Damit die ungeheure Wassermenge und bestimmte Eiweiße zurückgewonnen werden, fließt der Primärharn durch ein Tubulussystem, das eng von feinsten Adern (Kapillaren) umgeben ist. Das osmotische Gefälle zwischen dem stark eingedickten Blut in der abführenden Kapillare und dem wasserhaltigen Primärharn führt das Wasser vor allem im abfallenden Teil des Tubulus und der Henleschen Schleife wieder zurück ins Blut.

Um auch die wichtigen Eiweiße zurück zu gewinnen, gibt es einen besonderen Mechanismus: Auf der Hinterseite der Tubuluszelle, also der Seite, die der Kapillare zugewandt ist, wird aktiv Kalium aus dem Blut in die Zelle transportiert und synchron dazu Natrium aus der Zelle ins Blut abgegeben. Mit dem Natrium verlässt auch das Eiweiß die Tubuluszelle in Richtung Blut, weil das Natrium mit dem Durchtritt der Zellwand auch dem Eiweiß einen Durchschlupf gestattet. Was passiert dadurch?

Der Natriumgehalt in der Zelle nimmt ab. Der Kaliumgehalt nimmt zu.
Schauen wir uns jetzt die Vorderseite der Tubuluszelle an, so sehen wir, dass Natrium in die Zelle diffundiert und Kalium die Zelle verlässt. Das hat seine Ursache im osmotischen Druckgefälle: Die Zelle ist relativ natriumarm. – Das Natrium wird auf der Zellhinterseite ständig hinausbefördert. Aber relativ kaliumreich, denn Kalium wird je ständig hineingeschaufelt.

Im Tubulus ist relativ viel Natrium vorhanden. Dieses dringt also in die Tubuluszelle ein und öffnet dabei wieder ein Türchen für das Eiweiß, das quasi huckepack mit dem Natrium in die Zelle transportiert wird.
Auf diese Weise gelingt es dem Körper, alle wichtigen Bestandteile des Primärharns wieder ins Blut aufzunehmen.

Der restliche Harn fließt in ein Sammelröhrchen und von dort ins Nierenbecken. Über die Harnleiter wird er dann in die Blase geführt.

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Dialyse – der Film

11. April 2010 - 17:37 Uhr

Presse: offenes Presseportal und openpr
von Regisseurin Eva Maria Scriba-Sebening

Für die Dreharbeiten zu unserer DVD über die Niere waren wir auf der Suche nach Jugendlichen deren Nieren nicht funktionieren. Wir dachten, dass man am besten versteht, wie wichtig diese Organe sind, wenn man begriffen hat, wie ein Leben ohne Nieren aussieht.

Wir fanden eine Gruppe von Jugendlichen, die unter der Obhut von Prof. Dr. Hoppe am Uniklinikum Köln drei mal die Woche Dialyse machen. Das bedeutet, dass drei mal die Woche eine Maschine die Blutwäsche für 4-5 Stunden übernimmt, die gesunde Nieren 24 Stunden am Tag leisten.

Omar ist einer der jungen Patienten. Eine Nierentrans- plantation hat er schon hinter sich, doch die Spenderniere wurde durch Viren zerstört. Als echter Medien Profi kann Omar die vielseitigen Funktionen der Niere erklären und die medizinisch nötigen Maßnahmen erläutern, die nötig sind, um die Nieren wenigstens teilweise zu ersetzen.

Die belastende Situation der Dialyse wird in Köln so optimal wie möglich gestaltet, den Jugendlichen wird mit Spielen, Computerkursen, Sport, Nachhilfe und Ausflügen die Zeit verkürzt. Es ist eine verschworene Gemeinschaft die sich regelmäßig im Dialyseraum trifft, jeder nimmt Anteil am Schicksal der anderen.

Prof. Dr. Hoppe kennt viele der Patienten seit dem Säuglingsalter und betreut und begleitet sie, bis die Erwachsenenstation die Patienten übernimmt.

Einstweilen haben die Kids mit Unterstützung der Klinik ihr eigenes Internetfernsehen ins Leben gerufen. Hier kommen Themen rund um die Niereninsuffizienz, Dialyse und Transplantation zur Sprache. Die Bedeutung der Niere wird so auch für den Laien hautnah erfahrbar.

Wir können wirklich von Glück sagen, das wir diese tapferen, lebenslustigen, kreativen und filmbegabten Patienten und ihren aufgeschlossenen und hilfsbereiten Arzt treffen und für die DVD gewinnen konnten!

Die DVD „Die Niere und ein Leben mit der Maschine“ ist seit April 2010 bei Focus-multimedia erschienen. www.focus-multimedia.de

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Adrenalin – die Signalkette

4. April 2010 - 12:53 Uhr

Hat ein Hormon den Rezeptor aktiviert, beginnt auf der Zellinnenseite eine Abfolge von Aktionen. Man nennt das Signalkette.

Durch das Andocken des Adrenalins an einen G-Protein gekoppelten Rezeptor, verändert sich ein Teil des Rezeptors auf der Innenseite. So kann sich eine Untereinheit lösen und die Phosphoinositidase an der Zellmembran aktivieren. Dieses Enzym spaltet Inositoltriphosphat, kurz IP3, und Diacylglycerol von PIP2 ab.



Die IP3-Teilchen schwemmen jetzt in die Zelle. Dort treffen sie auf die labyrinthartigen Ausbuchtungen des Endoplasmatischen Reticulums, das überall in der Zelle zu finden ist.


Das ER hat kleine Kanäle, die ins Innere führen. Die IP3 Moleküle öffnen diese Kanäle und sofort sprudeln Kalziumionen in die Zelle.

Jetzt kommt noch ein Enzym ins Spiel. Es wird durch die Kalziumionen aktiviert und bewirkt in diesem Fall letztendlich, dass sich die Adern im Muskelgewebe weiten.

Dadurch wird der Muskel besser durchblutet und leistungsfähiger. Allerdings hat das Hormon in den verschiedenen Zellen die unterschiedlichsten Wirkungsweisen. So bewirkt es die Erweiterung der Bronchien, Bremsen der Verdauung, Herzschlagerhöhung, Reduktion der Schmerzempfindung…

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